1. Türlersee Testlauf 2026- Der lange Atem der kalten Sophie 11°C beim Türlerseelauf

Nur einen Tag nach dem Helfereinsatz beim Kantonalen Schwingfest in Mettmenstetten standen die Funktionäre des Skiclubs erneut im Einsatz. Beim ersten von zwei Konditionstests pro Jahr herrschten am 18. Mai 2026 nass-kalte 11°C, zum Laufen eigentlich beste Bedingungen. Der kalten Sophie, welche am 15. Mai den Abschluss der Eisheiligen bildet, sei Dank. Diese Voraussetzungen schätzten der Rennnachwuchs und alle Mamas und Papas, um ihre Fitness im Testlauf des Skiclubs Hausen unter Beweis zu stellen. Und tatsächlich hagelte es neue persönliche Rekorde: Etwa die Hälfte der 37 Finisher konnte die eigene Latte höher legen.

Die überragende Tagesbestzeit stellte Debütant Guillaume Rondy von Zürileu auf. Nachdem er sich als Begleiter seines Sohnes warm gelaufen hatte, rannte er bärenstarke 14:23 – seit mindestens zehn Jahren war keiner schneller.  Dahinter schafften es Dietmar Hinteregger in 16:51 und Markus Steinmann in 19:36 aufs virtuelle Podest. Das Top Drei bei den Damen waren gleich wie in 2024: Steffi Bowles zuoberst in 22:37 vor den mit 25:01 zeitgleichen Silvia Zurfluh und Luzia Steinmann.

In der JO-Kategorie (Jahrgänge 2008 und jünger) wollten es 19 Knaben wissen. Der Hausemer Marco Aschwanden (Jg. 2010) war deutlich der Schnellste über die 4-Kilometer-Runde in 15:28, womit er sich gegenüber seiner Premiere vor zwei Jahren um rund anderthalb Minuten steigerte. Zweitschnellster wurde Hector Herud in 16:42, ebenfalls mit einer ordentlichen Steigerung um knapp zwei Minuten. Mit 16:53 unterbot der Dritte Eric Bowles seine bisherige Zeit nochmal um rund eine Minute. Neue persönliche Rekorde konnten zudem verbuchen: Timo Steinmann (18:00), Dean Bowles (20:30) einer der Jüngsten in dieser Kategorie mit Jahrgang 2016, Moritz Steinmann (20:40), Harry Korrodi (20:59), Andrin Heinzmann (22:15, Jg. 2017), der mit einer Steigerung von 4:44 Minuten den grössten Leistungssprung vorweisen konnte und Stanislaus Herud (23:21).

Bei den JO-Meitli drehte Amalia Hinteregger (22:00, Jg. 2026) mit neuer persönlicher Bestzeit und einer Steigerung von über anderthalb Minuten die schnellste Runde. Dahinter folgten Idun (22:30, Jg. 2013) und Nora Nielsen (22:36, Jg. 2017), die sich ebenfalls um ca. 50 Sekunden verbessern konnte. Über zwei Minuten flotter als im Vorjahr war Carina Morscher (26:54, Jg. 2017) unterwegs.

Um die 650m-Piccolo-Runde flitzte Linus Morscher, mit Jahrgang 2022 der jüngste Teilnehmer, in 4:30. Simon Häcki verbesserte sich um 44 Sekunden (4:11) und freute sich mit allen anderen auf eine Belohnung aus der Schleckzeugbox. Die vollständige Rangliste findet sich auf der Homepage vom SC Hausen am Albis.

Neues aus der „Weltcup-Ecke“ – Saison 2025/26: Rückblicke, Rücktritte & Selektionen

Janine Mächler – Erster Europacup-Sieg in Hasliberg

Niels Hintermann (Jahrgang 1995): Nationalmannschaft – Rücktritt

Nachdem der Abfahrtsspezialist die vorherige Saison aufgrund seiner Krebserkrankung auslassen musste, arbeitete er hart an seinem Comeback und dies sehr erfolgreich. Mit Top Ten-Platzierungen, hervorzuheben sind die Ränge 6 und 7 auf der Streif in Kitzbühel resp. in Gröden, war er wieder mitten in der Weltspitze. Sehr schade und fast schon unverständlich war die Entscheidung, dass ihm der Start auf der Olympia-Abfahrt in Bormio verwehrt wurde. Aber das war für ihn rückblickend wohl alles nicht mehr so wichtig. Denn wenig später gab der in Weltcup-Kreisen geschätzte und beliebte Athlet doch ein bissl überraschend seinen Rücktritt. Die Bereitschaft, voll ans Limit zu gehen, war nicht mehr voll da und insofern war es konsequent, die Reissleine zu ziehen und den Rücktritt selbstbestimmt vor laufenden Kameras zu verkünden anstatt Verletzungs-bedingt nach einem Sturz per Pressemitteilung. Seinem abschliessenden Auftritt ist Respekt zu zollen. Und somit endete Niels’ Ski-Karriere, in welcher er durch viele Höhen und Tiefen gegangen ist und mit seinen Glanzlichtern unserem Skiclub viel Freude bereitet hatte, mit dem Abschiedsrennen in Lillehammer (NOR) am 21. März 2026. www.nielshintermann.ch

Reto Mächler (Jahrgang 2001): B-Kader

Siehe separater Artikel: „Schweizermeister“. www.retomaechler.com

Romina Burkhard (Jahrgang 2008)

Romina war bis zur Hälfte der vergangenen Saison im Cup, der für die C-Kader Selektion zählt, vielversprechend unterwegs, nach Halbzeit sogar in Führung liegend. Anfang Februar erlitt die Mettmenstetterin aus heiterem Himmel im Riesenslalom-Training in Engelberg einen Kreuzbandriss. Die Saison war damit gelaufen, ebenso die C-Kader Ambitionen. Diesen herben Rückschlag galt es für die junge Athletin zu verkraften. Der für ihren Trainingsfleiss bekannte Nachwuchsläuferin ist für die kommende Saison zu wünschen, dass sie an ihre alte Form wieder anknüpfen kann und verletztungsfrei bleibt.

Regionalen Leistungszentrum (RLZ) Hoch-Ybrig

Andri Moser (Jahrgang 2001)

Auch Andri, der das Skirennen-Fahren bei der Renngruppe Hausen gelernt hat, war vom Verletzungspech verfolgt, wodurch er in viele Rennen nicht sein volles Leistungspotenzial abrufen konnte. Nachteilig wirkte sich für ihn eine Reglementänderung aus, wonach die besten drei Resultate pro Disziplin zählen (statt bisher zwei). Der Bonstettener schaffte es somit nicht mehr, die erforderlichen Punkte zu erreichen und wurde vom B-Kader zum Regionalkader zurückgestuft. Dass er das Skifahren nicht verlernt hat, zeigte er bei den Schweizermeisterschaften mit einem 4. Rang im Riesenslalom, gerade einmal 13 Hunderstel am Podest vorbei. Wie die Reise nun weiter geht, ist noch offen. www.andrimoser.ch

Darüber hinaus wurden folgende Athletinnen und Athleten in den Regionalkader aufgenommen:

Florian Fend (Jg. 2009)

Estelle Thiel (Jg. 2009)

Finn Hufnagel (Jg. 2009)

Lotta Hufnagel (Jg. 2011)

Severin Ramseier (Jg. 2012)

Carl-Louis Wolter (Jg. 2012)

Daniel Thiel (Jg. 2012)

Unserem Skirennnachwuchs wünschen wir eine gute Vorbereitung und viel Glück in der neuen Saison.