Neuer Ort, neues Glück: Herbst-Trainingslager in Sölden (Ö)

Nach vielen Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten, hat die RG Albis das Herbsttrainingslager vom Pitztal ins benachbarte Ötztal verlegt. Ausschlaggebend waren beste persönliche Kontakte zu den Tiroler Skiliftbetreibern, was das Stecken eigener Läufe auf dem Rettenbachferner, speziell zugeschnitten auf den eigenen Rennnachwuchs ermöglichte. In der ersten Woche der Zürcher Herbsferien Anfang Oktober bezog die RG Albis also mit eine 50-köpfigen Truppe Quartier in Sölden.

Das Training übernahmen federführend der ehemalige Kaderläufer und FIS-Fahrer Luc Weitering zusammen mit Felix Bayerle, die sich um die JO’s kümmerten, während die Minis von den Nachwuchstrainerinnen Nora Banfic und Aurelia Hinteregger zusammen mit erfahrenen Eltern-Trainern Ulf Nielsen, Silvia Zurfluh, Isabel Gartner und neu Ueli Korrodi technisch weiter gebracht werden sollten. Sowohl für die Minis als auch für die JOs ging es aber an den ersten beiden Tagen in Kleingruppen zunächst mit Techniktraining auf der freien Piste los. Neuschnee und dichter Nebel machten ein sinnvolles Stangentraining unmöglich.

Und wie jedes Jahr im Herbst auf dem Gletscher drängelt sich das Who-des-Who der internationalen Weltcup-Elite gerne auf die Fotos mit unseren Kids. Hier ein kleiner Auszug, wer uns da alles über den Weg lief: Manuel Feller, die österreichische Slalom-Nummer 1, River Radamus, der Mann der coolen Frisuren, Kajsa Vickhoff Lie, WM-Dritte im Super-G in Saalbach-Hinterglemm, Lara Colturi, der neue Stern am Slalom-Himmel und erste Jägerin von Mikaela Shiffrin, Wendy Holdener, Top-Läuferin aus Unteriberg, Camille Rast, die amtierende Slalom-Weltmeisterin und ebenso wie die amtierende Slalom-WeltcupKristallkugelgewinnerin Zrinka Lutic, dessen Trainer so freundlich war, unser Abschlussgruppenfoto zu schiessen.

Gruppenfoto mit Zrinka Lutic
Gruppenbild mit Aussicht auf 3’250 m Höhe
Türlersee Testlauf 2025 Sep

Türlersee-Lauf Konditionstest 22.09.2025

Der Regenradar kündigte just zum Startzeitpunkt um 18 Uhr den Durchzug einer dunklen
Front an, was einen beträchtlichen Teil der Freunde des Ski-Rennsports davon abhielt, sich
dem zweiten Leistungstest im September zu unterziehen. Die Helfer-Crew stand jedenfalls
parat und durfte auch nach dem Pächterwechsel des Campings die Scheune in Türlen als
Start- und Zielbereich nutzen. Der Niederschlag war dann zum guten Glück nur halb so
schlimm, so dass die Laufbedingungen für die 16 Sportlerinnen und Sportler um den Türlersee
passabel waren.

Fleissige Helfer am Testlauf

Die Tages-Bestzeit stellte in 18:35 Minuten Hector Herud (Jahrgang 2013; JO Knaben) auf.
Damit unterbot er seine eigene Zeit aus dem Mai um ganze zwei Minuten. Sein Kumpel Timo
Steinmann benötigte nur sechs Sekunden weniger, worauf er ebenfalls stolz sein konnte, hatte
er den schönen Türlersee doch eine Minute schneller umrundet als sein Papa und seine zwei
jüngeren Brüder Moritz und Emil. Gute Premieren-Leistungen zeigten Flurin Althaus (2016) in
19:23 und Harry Korrodi (2015) in 22:10.
Bei den JO-Meitli war Idun Nielsen (2013) mit 21:12 deutlich die Schnellste vor ihrer
Schwester Nora (2017, mit persönlicher Bestzeit in 23:24) und den Hinteregger-Meitli Amalia
(2016, ebenfalls mit PB in 23:37) und Federica (2014).
Um die 650m-Piccolo-Runde flitzten Olivia Gagliardi und Simon Häcki, der mit Jahrgang 2020
wieder einmal der jüngste Teilnehmer war.

Voitsport-Race wird eine Smart Competition – RG Albis holt zwei Medaillen

Die RG Albis, Untersektion des Skiclubs Hausen, wagte sich als erster Skiverein des Zürcher Schneesportverbandes ZSV daran, ein Kinder-Skirennen in der Form eines Smart Competitions durchzuführen. Und so wurde das Voitsport-Race am 09.03.2025 in Brunni-Alpthal nach dem von Swiss Olympic entwickelten Konzept durchgeführt. Ziel ist es, dass die jungen Athletinnen und Athleten bei Nachwuchswettkämpfen mehr aktiv Ski fahren anstatt zwischen Besichtigung und Rennen lange warten zu müssen, die Gemeinschaft untereinander zu fördern und letztlich zusammen etwas weniger verbissen Freude am Skirennsport zu haben. Erreicht wurde dies dadurch, dass es 1. drei (statt nur einem oder zwei) Läufe gab, wovon nur die beiden besseren gewertet wurden und keine Besichtigung stattfand, dass 2. “Side-Events” vor, zwischen und nach den Durchgängen zu durchlaufen waren und 3. die Kinder in Club-übergreifenden Gruppen eingeteilt und betreut wurden. Als Side-Events standen ein Parallelslalom, freies Fahren, eine Start-Übung und eine Skating-Übung bereit, wofür die Gruppen Extrapunkte sammeln konnten und dies fleissig taten.


Kurssetzer Ulf Nielsen steckte einen anspruchsvollen Combi-Race mit wechselnden Elementen aus Slalom und Riesenslalom mit einer durchschnittlichen Laufzeit von etwa 1:15 Minute, deutlich länger als üblich. In der jüngeren Kategorie U9 siegten Elin Zhang von Zürileu respektive Sébastien Dudler aus Altendorf. Zwei der insgesamt zwölf Medaillen konnte die RG Albis holen: Die Hausemerin Federica Hinteregger wurde in der Kategorie U11 Zweite hinter Paulina Leschner vom SC Altendorf und vor Gina Neff. In der gleichen Kategorie bei den Buden entschied Hendrik Hintz von der RG Albis das Rennen vor Beat Stössel und Timoty Bovet mit Tagesbestzeiten klar für sich. Pokale gab es für die ersten drei, aber alle Kinder erhielten eine Teilnehmermedaille sowie ein feines Biberli mit auf den Heimweg nach der Rangverkündigung durch RG Albis-Leiter Jan Herud. OK-Präsidentin Steffi Bowles und Wettkampfleiter Patrick Holzner konnten nach dem überaus positiven Feedback aller Beteiligten hochzufrieden sein. Ein kleiner Wermutstropfen war einzig die eher niedrige Teilnehmerzahl von rund 65 Kids, wovon die RG Albis ein Drittel an den Start brachte. Im Swiss-Ski Wettkampfbericht erhielt der Anlass Bestnoten mit abschliessendem Sonderlob als “Rennformat mit Zukunft”.